Eine Vielzahl an Studien belegt, dass Humor positive Auswirkungen auf die Gesundheit und damit auch auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden hat. Der Sachverständigenrat der konzertierten Aktion für das Gesundheitswesen unterstrich dies bereits 1997 in einem seiner Gutachten, welches Pflegekonzepte zur Schaffung sensorischer Anregungen wie Humorinterventionen empfiehlt.
Beiträge aus der Alterspsychologie zeigen darüber hinaus, dass Humor das Altern positiv beeinflusst und das Leben lebenswert macht.
Die größte deutschsprachige Studie zu Clownerie in Altenheimen (CAsHeW) unterstreicht diese Ergebnisse und zeigt, dass die Humorintervention Menschen in der stationären Langzeitpflege Autonomie und Entscheidungskompetenz zurückgibt.
Aber nicht nur in der Lebensphase der Älteren nimmt der Humor seinen festen Platz ein: Bereits in frühester Kindheit zeigt sich, dass eine gelingende Beziehungsgestaltung zwischen Kleinstkind und Mutter auch über das Lachen zustande kommt. Im ersten Lebensjahr wird das Lachen des Kindes durch die Mutter beeinflusst und stabilisiert sich danach. Ein Zusammenhang zwischen Häufigkeit und Dauer des Lachens bei Müttern und Kindern ist nachgewiesen (Falkenberg, 2010).
Diese Erkenntnisse lassen sich auch auf Beziehungen in (inter)professionellen Teams übertragen. Je besser die Beziehung untereinander, desto positiver und gesünder das Arbeitsklima!
Und um den großen Gelehrten Galen (129-216 n. Chr.) nicht zu vergessen: er wies in seiner Lehre zur Bedeutung des Gleichgewichts der Säfte auf die gesundheitsfördernde Wirkung des „Umors“ hin. Humor ist „Schmiermittel“ von Leib und Seele. Eine Weisheit, die beinahe 2000 Jahre alt ist.
